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Neue Sichtschneisen an den Weseler Auskiesungsgewässern:
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Neue Sichtschneisen an den Weseler Auskiesungsgewässern werden in den kommenden Tagen geschaffen. Nach den positiven Erfahrungen am Weseler Auesee in früheren Jahren kamen 2008 im NaturFreizeitverbund Niederrhein (NFN) Auskiesungsunternehmen und der Kreis Wesel überein, weitere neue Sichtschneisen Schritt für Schritt zu schaffen. Die Rückschnitte dürfen nur in den Wintermonaten vorgenommen werden. Da es sich im Kern um eine Veränderung von Rekultivierungsauflagen handelt, müssen die Unternehmen die Maßnahmen mit dem Kreis Wesel als für Rekultivierungsauflagen zuständiger Behörde abstimmen. Jetzt steht die nächste Aktion an. Beteiligt sind die Unternehmen Hülskens, Suhrborg, Menting&Bresser. Die Maßnahmen sind Teil der im NFNStrukturkonzept für eine kurzfristige Umsetzung vorgeschlagenen Projekte.

Am Diersfordter Waldsee wird die Fa. Suhrborg an der Böckerschen Straße das Blickfeld vom erhöht liegenden und mit Tischen und Bänken versehenen Rastplatz frei schneiden. Von dort können dann große Teile des Sees, der als ein Musterbeispiel für das Nebeneinander von kontrollierter Freizeitnutzung und Naturschutz gilt, eingesehen werden. Bereits im vergangenen Winter wurde an der Mühlenfeldstrasse ein Sichtkorridor frei geschnitten, der den Blick vom Radweg auf den Jollenhafen frei gibt.

Auch am Abgrabungsgewässerkomplex „Vahnumer Nordsee“, der sich in einem weiten Bogen westlich von Bergerfurth zwischen der Straße „Bergen“ und der Bislicher Ley erstreckt, werden von der Fa. Menting & Bresser in den nächsten Wochen ebenfalls zwei Sichtschneisen frei geschnitten. Mit diesen Maßnahmen soll der Blick auf interessante ufernahe Zonen der Seen ermöglicht werden. Mit etwas Glück können hier Wasservögel beobachtet werden; auch der Biber hat hier eine neue Heimat gefunden.

An dem unter Naturschutz stehenden und mit dem Rhein verbundenen See „Westerheide“, zwischen Flüren und Bislich, stehen unter dem Motto „Rheinaue erleben“ Rückschnitte der Baum- und Strauchweiden an. Die Fa. Hülskens wird in den am Ufer des ehemaligen Abgrabungsgewässers entstandenen „grünen Gürtel“ zwei Sichtschneisen schneiden. Auf diese Art und Weise können Radfahrer, die den auf dem Deich verlaufenden Rheinradweg befahren, die artenreiche Vogelwelt auf diesem zum Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“ gehörenden See beobachten. Im Frühjahr bis in den Spätsommer können insbesondere Entenvögel und der Vogel des Jahres, der Kormoran, aber auch die vom Aussterben bedrohten Flussseeschwalben beobachtet werden. In den Wintermonaten stellen die allabendlich einfallenden arktischen Wildgänse, die auf dem Wasser störungsfrei die Nacht verbringen, ein Naturerlebnis von besonderer Bedeutung dar.

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