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WESEL/REES/HAMMINKELN Im Bereich Wesel, Rees, Hamminkeln ist es nun soweit: Die Erarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) beginnt am 02. März mit der Auftaktveranstaltung in Rees-Haldern.
Die NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH (NFN) hat das ILEK-Projekt ins Rollen gebracht. Die Erarbeitung wird mit EU- und Landesmitteln vom Amt für Agrarordnung Mönchengladbach gefördert.
Ein ILEK soll den ländlichen Raum unter Beteiligung der Bevölkerung und regionaler Akteure nach vorne bringen. Ziel des zu erarbeitenden Handlungskonzeptes ist die Verbesserung der Lebensqualität, sprich den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und zu entwickeln.
Das Projektgebiet umfasst die Ortslagen Haldern, Haffen-Mehr, Mehrhoog, Bergerfurth, Bislich, Diersfordt, Flüren und Blumenkamp. Die Region wird grob durch den Rhein im Westen, den Ortsrand von Rees und die B 67 im Norden, die A 3, den Ortsrand von Hamminkeln und die L 473 im Osten und den Ortsrand von Wesel im Süden begrenzt.
Das ca. 145km2 Gebiet umfasst kreisgrenzenüberschreitend die rechtsrheinische Rheinaue und die angrenzenden Teile der Niederterrasse. Landschaftlich geprägt wird der Landschaftsraum der rechtsrheinischen Rheinaue durch den Rhein mit seiner grünlandgeprägten überfluteten Aue, die zu großen Teilen in den letzten 50 Jahren ausgekiest und wieder verfüllt wurde. Die Aue ist daher durch zahlreiche Abgrabungsseen geprägt, die zur Zeit nur in Teilbereichen für die Öffentlichkeit erlebbar sind. Die Abgrabungsseen sind Bestandteil einer Kulturlandschaft und sind umgeben von intensiv landwirtschaftlich genutzten Grünland- und Ackerflächen. Nordöstlich der Rheinaue, optisch getrennt durch eine markante Geländekante, schließt sich die sog. Niederterrasse des Rheins an. Dieser Naturraum weist gegenüber der Rheinaue, die großflächig von schweren Auenböden gekennzeichnet ist, leichtere und damit weniger ertragreiche Böden auf. Die höher gelegenen Gebiete der Niederterrasse sind vor allem im Bereich Diersfordt durch größere Waldflächen gekennzeichnet.
Insgesamt weist das Gebiet des ILEK einen hohen Anteil von gliedernden und belebenden Landschaftselementen in Form von kleinen Waldflächen, Obstwiesen/-weiden, Baumreihen und zahlreichen Hecken auf.
Das Besondere an ILEK ist, dass mit einem abgeschlossenen ILEK-Prozess die beteiligte Region die Aussicht auf Fördermittel auch für Infrastruktur-Maßnahmen verbessern kann. "Gerade darin liegt ein weiterer Reiz des Verfahrens. ILEK kann uns helfen, die Chancen auf Fördergelder für den ländlichen Raum zu verbessern", so die NFN-Geschäftsführer Norbert Terfurth und Heiner Langhoff.
Mit der Durchführung des ILEK-Prozesses ist von der NFN das Ingenieurbüro OEKOPLAN aus Rees-Haldern beauftragt worden.
Nachdem zunächst im Januar und Februar der gesamte Prozess mit allen Beteiligten strukturiert wurde, ist der offizielle Startschuss für den rund halbjährigen Planungsprozess die Auftaktveranstaltung am 2.März 2006, Beginn um 19.30 Uhr im Gasthof Tepferdt in Rees-Haldern. An diesem Abend soll über die Region, den Planungsprozess und die Mitwirkungsmöglichkeiten informiert werden. Außerdem sollen dort vier Arbeitskreise gebildet werden, die im ILEK-Prozess in den nächsten Monaten verschiedene Fragestellungen diskutieren. An diesen Arbeitskreisen sollen neben den Vertretern der beteiligten Kommunen und dem Amt für Agrarordnung vor allem die Bürgerinnen und Bürger teilnehmen und ihre Ideen und Kompetenzen mit einbringen. Am Ende der Veranstaltung sollen die inhaltlichen Schwerpunkte der künftigen Arbeit skizziert sein.
In den nächsten Monaten werden in den Arbeitskreisen mit Unterstützung durch das Ingenieurbüro OEKOPLAN Entwicklungsprojekte erarbeitet, die auf der Zwischenpräsentation, voraussichtlich am 31.05.2006, Beginn 19.30 Uhr in der Gaststätte Pollmann in Hamminkeln-Mehrhoog, vorgestellt werden. Anschließend diskutiert ein Koordinierungskreis über die Projekte und entscheidet über die weitere Projektförderung. Die Arbeitskreise könnten die Projekte fortan weiter konkretisieren.
In der Abschlussveranstaltung, die am 17.08.2006, Beginn 19.30Uhr in der Gaststätte Haus Blumenkamp in Wesel-Blumenkamp stattfindet, werden die Ergebnisse des ILEK-Prozesses präsentiert, anschließend werden diese dokumentiert.
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