NFN – Naturfreizeitverbund Niederrhein NFN – Naturfreizeitverbund Niederrhein
Sechs Kommunen, drei Kreise, drei Flüsse – ein Ziel:
NFN soll Region Lippe-Issel-Niederrhein auf den LEADER-Weg bringen
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Der NaturFreizeitverbund Niederrhein (NFN) bringt für die Region Lippe-Issel-Niederrhein mit den Kommunen Wesel, Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck (Kreis Wesel), Rees (Kreis Kleve) Raesfeld (Kreis Borken) die gemeinsame Bewerbung für eine Förderung aus dem EU-Programm „LEADER“ auf den Weg. Darauf haben sich die sechs Bürgermeister verständigt. Auch die jeweiligen politischen kommunalen Gremien haben dem Verfahren zugestimmt. Jetzt stellte NFN-Geschäftsführer Norbert Terfurth das Vorhaben den 20 NFN-Gesellschaftern und dem interkommunalen NFN-Beirat vor.

Bei LEADER handelt es sich um ein Konzept der EU zur Erarbeitung und Umsetzung gebietsbezogener, integrierter Entwicklungsstrategien für den ländlichen Raum. Lokale öffentliche-private Partnerschaften unter Beteiligung der Bürgerschaft sollen das Konzept tragen - in der EU-Amtsprache Französisch also eine „Liasion entre actions de développement de l'économie rurale“, daher der Projektname LEADER.

Das Land NRW wird die Mittel zur Förderung der Strukturentwicklung im ländlichen Raum im Wettbewerbsverfahren verteilen. Für diesen Wettbewerb erstellt der NFN jetzt ein Bewerbungskonzept. Grundlage hierzu sind die ILEK-Konzepte der Regionen Niederrhein und Lippe-Issel. Der NFN hatte zuvor bereits in Abstimmung mit den Städten Wesel, Rees, Hamminkeln das ILEK-Konzept Niederrhein erarbeitet. In Abstimmung mit den Bürgermeistern hat der NFN mit der Konzepterarbeitung die Arbeitsgemeinschaft Oekoplan (Rees) / Marcus Polaschegg (Hamminkeln) beauftragt. Im vierten Quartal wird das Land auf Grundlage von Empfehlungen einer Bewertungskommission die Entscheidung treffen, welche Regionen in NRW künftig als „LEADER“-Region Fördermittel in Anspruch nehmen können.

Die LEADER-Förderung ist eine neue zweite Säule der Strukturförderung des ländlichen Raums neben der direkten Förderung der Landwirtschaft. Gefördert werden können zum Beispiel Infrastrukturmaßnahmen, regionale Maßnahmen zur touristischen Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit, Dorfentwicklungsmaßnahmen, Projekte zur Entwicklung von Natur und Landschaft.

Die Besonderheit dieses innerhalb der gesamten EU aufgelegten Förderprogramms: Gefördert werden ausschließlich Regionen, jede LEADER-Region erhält für den Zeitraum 2007-2013 ein festes Budget, über die Verwendung wird vor Ort in der Region entschieden. Ebenfalls neu an diesem zwischen EU, Bundesregierung und den Bundesländern abgestimmten Förderkonzept: Vorrangig LEADER-Regionen erhalten Mittel zur Entwicklung des ländlichen Raums.


Aus dem gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf bewirbt sich als einzige die Region Lippe-Issel-Niederrhein, weil ausschließlich dort mit den ILEK-Konzepten Niederrhein (einschl. Rees) und Lippe-Issel die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen wurden. 10-12 LEADER-Regionen soll es nach den derzeitigen Vorstellungen der Landesregierung in NRW geben. Zur Zeit werden in über 20 NRW-Regionen Wettbewerbskonzepte erarbeitet. In der abgelaufenen EU-Förderperiode gab es in NRW nur drei LEADER-Regionen, deutschlandweit 148. In der neuen EU-Förderperiode 2007-2013 müssen sich europaweit alle Regionen neu bewerben.

Die Auswahl erfolgt in NRW im Rahmen einer sog. Bestenauslese. Dazu wird das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) ein Auswahlgremium einsetzen. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern der Landwirtschaft, der Wirtschaft, des Naturschutzes, der kommunalen Spitzenverbände, der Bildungsträger im ländlichen Raum und der Wissenschaft zusammen.

Auf Vorschlag des Auswahlgremiums entscheidet dann das Ministerium über die LEADER-Regionen in NRW. Die Bewerbungen sind bis zum 28. September 2007 einzureichen.

Unser Fahrplan steht und ist mit den sechs Kommunen und den lokalen Akteuren aus den ILEK-Prozessen Lippe-Issel und Niederrhein abgestimmt. Im Frühjahr haben wir mit den Vorbereitungen begonnen. Für die durchgängig von Flusslandschaften, Landwirtschaft und dem entwickelten Miteinander von Natur, Kultur, Freizeit geprägte Region Lippe-Issel-Niederrhein bietet der Wettbewerb eine wichtige Chance. Die Bürgerschaft der Region hat mit ihrem bisherigen Engagement dieses Miteinander von sechs Kommunen aus drei Kreisen an drei Flüssen wesentlich befördert. Die Koordinierung des Wettbewerbverfahrens für die sechs Kommunen auf Wunsch der Bürgermeister ist für den NFN eine reiz- und ehrenvolle Aufgabe, die wir gerne für die Region Lippe-Issel-Niederrhein übernommen haben“, so die NFN-Geschäftsführer Norbert Terfurth und Heiner Langhoff.

NFN-NaturFreizeitverbund
Niederrhein GmbH

Norbert Terfurth
Telefon 02 81-2 03 25 88
Heiner Langhoff
Telefon 02 81-2 07 25 43
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