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WESEL/REES/HAMMINKELN. Viele Ideen, starke Beteiligung, großes Engagement – die erste Zwischenbilanz der Bürgerbeteiligung in der ILEK Region Wesel/Rees/Hamminkeln fällt außerordentlich positiv aus. Nach der ersten Runde der Arbeitskreise ist der ILEK Projektträger NFN NaturFreizeitverbund Niederrhein mehr als zufrieden: “Das war ein ganz starker Start mit viel Substanz und motivierten Bürgerinnen und Bürgern. Man spürt, daß die Bevölkerung die Entwicklung ihrer Region aktiv gestalten will. Besonders bemerkenswert war die Qualität der Anregungen zur Zukunft der Region“, so die NFN Geschäftsführer Norbert Terfurth und Heiner Langhoff über den Beginn der Arbeit im Rahmen des ILEK Prozesses.
ILEK – das ist für viele Bürger im Niederrhein Dreieck Wesel/Rees/Hamminkeln kein fremder Begriff mehr: „Integriertes ländliches Entwicklungskonzept“, der Projektbegriff ist nach der Auftaktveranstaltung jetzt in den ersten Sitzungen der Arbeitskreise mit Leben und Ideen gefüllt worden. Vier Arbeitskreise (Themen: Landwirtschaft, Naturerlebnis/Naturschutz/Gewässer, Dörfliche Entwicklung/Kulur, Tourismus) hatte das von der NFN mit der Projektdurchführung beauftragte Büro Oekoplan vorbereitet – und die Bürgerinnen und Bürger nahmen engagiert teil, darunter auch nahezu alle wichtigen örtlichen Repräsentanten (z.B. Heimatvereine, Gewerbevereine, Ortsvorsteher). Hinzu kamen Landwirte, Wassersportler, Vertreter der Umwelt und Naturverbände sowie an Kultur, Tourismus, Wirtschaftsentwicklung der Region interessierte Bürger.
Folgende Themenfelder und erste Projektvorschläge wurden in den Arbeitskreisen erarbeitet:
Arbeitskreis Landwirtschaft
- Hofbesichtigungen
- Informationen über die Landwirtschaft
- Direktvermarktung
- Umnutzungsmöglichkeiten landwirtschaftlicher Betriebe (Gebäude)
Arbeitskreis Naturerlebnis, Naturschutz und Gewässer
- Optimierung der bäuerlichen Kulturlandschaft / Steuerung von Ausgleichsmaßnahmen
- Erlebbarkeit von Gewässern
- Rückschnitt der Uferbepflanzungen
- Aussichtspunkte
- Erlebniswege
- Aktives erleben von Gewässern
- Feuchtbiotope in der Rheinaue schaffen und verbinden
- Patenschaften
- Besucherlenkung
- Kontrolle / Ranger
- Gewässernutzungen differenzieren (Schwimmer, Segler, Surfer „trennen“)
- Gewässer vernetzen
- Voraussetzungen für Gewässernutzungen erarbeiten
- Arbeitskreis Dörfliche Entwicklung und Kultur
- Präsentation der Region
- Veranstaltungskalender
- Initiative zur Förderung eines ausgeweiteten regionalen redaktionellen Angebots der Lokalpresse
- Industriedenkmale / Kulturdenkmale
- Radwege für den „Alltagsverkehr“ überarbeiten
- Sicherung kulturhistorisch bedeutsamer Deiche
- dörfliche Strukturen sichern und zukunftsfähig machen
- Arbeitskreis Tourismus
- Vermarktungsstrategien ausarbeiten, z.B.:
- Benennung der Region / Außendarstellung
- Aufbau der touristischen Vermarktung
- Angebote erstellen / Pauschalangebote schaffen
- Geführte Touren / Guides (Reiseleitung) / Bustouren
- Schloss Diersfordt / Schlosspark und Infozentrum
- Rad/Wanderwegewegvernetzung in der Region
- Reiten
- InlineSkaten –
- Nordic Walking –
- Infotafeln / Hinweisschilder
- Themenbezogene Nutzung der Seen
- Wassersport
- Gastronomie / Unterkünfte
- Ranger / Wartung der touristischen Infrastruktur durch Patenschaften
„Der nächste Schritt wird sein, diese Themen und Vorschläge in kleinen Arbeitsgruppen zu konkretiseren und die Elemente für ein Gesamtkonzept herauszuarbeiten“, so Werner Schomaker und Steffen Bayerlein vom Büro Oekoplan.
Gewählt wurden aus Reihen der Arbeitskreise auch Arbeitskreissprecher, die im ILEKKoordinierungskreis der NFN die ArbeitskreisBelange vertreten werden:
- AK Landwirtschaft: Robert Klinkhammer (Rees), Vertreter Theodor Michaelis (Wesel)
- AK Gewässer: Marliese Bohle (Hamminkeln), Vertreter Klaus Kretschmer (Wesel)
- AK Dörfliche Entwicklung/Kultur: Theodor Kersting (Rees) und Heinz Scheepers (Rees)
- AK Tourismus: Frank Joormann (Rees), Vertreter Gregor Stevens (Rees)
Der weitere Fahrplan des ILEKNiederrhein: In den nächsten Wochen bis Mitte Mai finden zahlreiche kleinere Arbeitstreffen der ArbeitskreisMitglieder zu den einzelnen Themen statt, dann kommen die Arbeitskreise zur zweiten Sitzungsrunde wieder zusammen. Am 31. Mai (in Hamminkeln) werden die ersten Ergebnisse bei der übergreifenden Zwischenpräsentation vorgestellt. Daran schließen sich die gutachterlichen Arbeiten zu Erstellung eines Gesamtkonzeptes an. Die Ergebnisse werden dann in der Abschlußveranstaltung am 17. August in Wesel präsentiert.
„Wichtig für die Region wird die Qualität unseres ILEKKonzeptes sein. Denn mit diesem Konzept wollen wir uns für die nächste Förderstufe bewerben, um gemeinsam die lokalen Entwicklungsstrategien umsetzen zu können. Hierfür müssen wir mit den Beteiligten die notwendigen Mittel aus allen Quellen zu mobilisieren. In diesem Zusammenhang kann es auch sinnvoll sein, mittelfristig die ILEKRegion zu vergrößern bzw. im Förderwettbewerb mit NachbarschaftsILEKs zu kooperieren. Gemeinsam müssen wir am Niederrhein den regionalen Strukturwandel gestalten“, so die NFNGeschäftsführer Norbert Terfurth und Heiner Langhoff.
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