NFN – Naturfreizeitverbund Niederrhein NFN – Naturfreizeitverbund Niederrhein
Erste Arbeitsschritte beim Zukunftsprojekt NaturFreizeitverbund Niederrhein: Ansprechpartner
Zielsetzung
Gebiet
Projektentwicklung
NFN Intern
Nach Abwicklung der Gründungsformalitäten trafen sich jetzt Gesellschafter und Beirat der „NFN-NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH“ zu ihren ersten Gremiensitzungen. Themen u.a.: Stand der Besucherlenkungs- und Imformations- sowie Entwicklungsmaßnahmen zwischen Wesel und Rees, erste Projekte, Visionen zum Aspekt „Seenverbund“ als Chance für die Region.

Die Städte Wesel und Rees, der Kreis Wesel, der Kommunalverband Ruhrgebiet, die im Bereich Wesel / Rees tätigen Auskiesungsunternehmen sowie Umwelt-, Natur-. Heimat- und Freizeitvereine haben sich als Gesellschafter in der NFN-GmbH zusammengefunden. Insgesamt 19 Gesellschafter und die Mitglieder des interkommunalen Beirats waren sich in der gemeinsamen Zielsetzung einig: „Die NFN als Projektträger soll den regionalen Strukturwandel im Sinne einer nachhaltigen, umweltverträglichen Nutzung bzw. Entwicklung der niederrheinischen Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der Auskiesungsflächen koordinieren und fördern,“ so die zusammenfassenden Zielbestimmung der Bürgermeister Jörn Schroh (Wesel) und Dr. Bruno Ketteler (Rees).

Auf einer Info-Fahrt mit Start am Weseler Auesee hatten sich zuvor Gesellschafter und Beirat über die Projekte im Gebiet Bislich/Rees informiert. Die Unternehmen Suhrborg, Niederrheinische Kies- und Sandbaggerei, Hülskens, Menting & Bresser, Rheinkiesbaggerei Dr. Boettger stellten Auskiesungs- und Rekultivierungsmaßnahmen vor. Vereine und Verbände wie NABU („Naturschutzhof“ im Bereich der Straße Auf dem Mars), Heimatverein Diersfordt („Eiskeller“ im Bereich Schloß Diersfordt) Heimatverein Bislich (Deichmuseum) informierten über ihre Projekte. Im Bislicher „Hellenhof“ gab es u.a. Informationen zur Tradition des Fischfangs auf dem Rhein und in dem Abgrabungsgewässer „Westerheide“. 

Schroh und Ketteler werteten das Miteinander der verschiedenen Interessen als wichtige Voraussetzung zur Entwicklung der Region. Besonders der interkommunale Beirat, so Schroh, sei ein wichtiges Instrument zur Konsensfindung. Er dankte allen Beteiligten für vorbereitenden und sehr konstruktiven Projektarbeiten. Beide Bürgermeister betonten erneut die Absicht, den Kreis Kleve als weiteren Gesellschafter zu gewinnen. Zum Vorsitzenden den Beirats wurde einstimmig der Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler gewählt. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist Ulrich Richartz (Wesel).

Die NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH wird in den nächsten Monaten ein Anforderungsprofil entwicklen, dass als Grundlage für die in vielfältiger Weise notwendigen gutachterlichen Untersuchungen dienen soll. Untersucht werden vorrangig u.a., so die NFN-Geschäftsführer Norbert Terfurth und Heiner Langhoff, die hydrologischen Möglichkeiten, die Potentiale von Natur, Landschaft, Kulturgütern, Ortsteilen, Freizeit-Nutzungen sowie regionalem Srukturwandel (neue Arbeitsplätze).

Die NFN strebt eine Gesamtkonzeption für das gesamte Projektgebiet an. Wünschenswerte Änderungen der Ziele der Raumordnung und Landesplanung sollen aufgezeigt und entsprechende Änderungen angestrengt werden. „Wir müssen als NFN die Voraussetzungen schaffen, in Abstimmung mit allen Beteiligten Auskiesungen und Rekultivierungsmaßnahmen sowie Folgenutzungen im Sinne der von den Gesellschaftern formulierten Projektziele vornehmen zu können“, so Hetkamp und Langhoff.

Weiterhin haben besonders mit dem NRW-Umweltministerium Gespräche stattgefunden, um das Vorhaben NaturFreizeitverbund frühzeitig vorzustellen: „Das Umweltministerium ist für uns grundsätzlich ein wichtiger Partner, wenn wir an die Umsetzung der Gesellschaftsziele denken“, so die NFN.

Erste Schritte zur Umsetzung des NFN-Arbeitsprogramms für die nahe Zukunft sind ebenfalls eingeleitet. Die Biologische Station im Kreis Wesel hat gemeinsam mit der Arbeitsgruppe für Mensch & Natur und mit Unterstützung der Fa. Suhrborg im Rahmen der Umsetzung eine Route mit Natur-Beobachtungspunkten für den Diersfordter Waldsee entwickelt. Geplant sind Beobachtungsplattformen, Sitzbänke, Informationstafeln. „Eine ganz attraktive Maßnahme, die Information und Naturerlebnis verbinden wird“, so die NFN. In den nächsten Wochen soll mit den ersten Errichtungsarbeiten im Gelände begonnen werden. Voraussichtliche Fertigstellung: Frühjahr 2004.

Ebenfalls in der nahen Zukunft strebt die NFN eine weitere Verbesserung der touristischen Qualität im Raum Bislich/Diersfordt/Rees an. Geplant ist eine neue Radwanderroute, die „NFN-Seenroute“, so der Arbeitstitel. Alle Auskiesungsseen sollen mit ausgeschilderten Radwegen verbunden werden: „Der Radwanderer soll den Seencharakter von seiner attraktiven Seite erleben können. Hier liegt ein enormes Potential, dass wir zur Förderung der Region Wesel/Rees nutzen sollten. Der Vorteil: Das können wir auch schon kurzfristig umsetzen“, so Hetkamp und Langhoff.

Bestehende Radrouten wie die Niederrheinroute berühren das Seengebiet bislang nur am Rande. Einstiegsmöglichkeiten in die NFN-Seenroute sind von verschiedenen Punkten in Rees und Bislich (Fähre, Deich) möglich. Eine Vernetzung mit der  Niederrheinroute ist sinnvoll. Projekte der Heimatvereine Bislich (z.B. Deich- und Heimatmuseum) und Diersfordt (z.B. „Eiskeller“, Kulturroute) können ebenso angesteuert werden, wie auch die neue Naturbeobachtungsroute im Diersfordter Wildgatter, die unter Federführung des Düsseldorfer Umweltministeriums umgesetzt werden soll sowie attraktive Ziele in Rees und Haffen. Die Seenroute sollte auch über den Deich zwischen Bislich und Rees führen und bisherige Lücken im Radtouristiknetz schließen.

Überlegenswert wäre weiterhin, gemeinsam mit den Unternehmen entlang der NFN-Seenroute Rastpunkte für Radler im Bereich der Auskiesungsseen einzurichten. Infotafeln könnten über Auskiesungsvorhaben, Rekultivierungmaßnahmen und Naturerlebnisse informieren. Realisierungsziel 2004.

„Noch attraktiver könnte das Vorhaben Seenroute werden, wenn der Radwanderer mehr als bisher von den Wasserflächen sehen kann. Daher tritt die NFN dafür ein, an geeigneten Stellen die derzeit sichthindernden Gehölze zurückzuschneiden. Dazu brauchen wir eine Genehmigung der Kreise. Die NFN ist zuversichtlich, daß das Vorhaben NaturFreizeitverbund auch in diesem Punkt wie bisher unterstützt wird“, so die Geschäftsführer Hetkamp und Langhoff.

Auch Fördermöglichkeiten beschäftigten die Gremien in ihrer ersten Sitzung. Die Geschäftsführung informierte über das EU-Projekt „SAND“ (safety and nature development) im Rahmen einer Interreg IIIb-Förderung. Die NFN hat hier mit Unterstützung des KVR das Vorhaben NaturFreizeitverbund Niederrhein vorsorglich angemeldet. Mögliche Projektpartner: Regionen aus Frankreich, England, Belgien, Niederlanden.

Schließlich: „Baden in Bislich“. Auch hier geht es voran. Mit den Aufspülungen zur Herstellung eines Sandstrandes am Ellerdonksee kann bald begonnen werden. Zur Zeit wird ein Umsetzungskonzept erstellt (Zeitplan, Besucherlenkung, Parken, Genehmigung Baden, Gestaltung Badebereich). In Abstimmung mit allen Beteiligten wird die NFN nach Fertigstellung des Konzeptes rechtzeitig die Öffentlichkeit informieren.

Zurück
NFN-NaturFreizeitverbund
Niederrhein GmbH

Norbert Terfurth
Telefon 0281-203 2427
Heiner Langhoff
Telefon 02 81-2 07 25 43
Telefax 02 81-20 36 25
info@nfn-naturfreizeitverbund.de


Projektentwicklung
Download
Projektentwicklung
© 2010 NFN NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH | Impressum