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ILEK-Niederrhein mit vielen Ideen
Seit Anfang März engagieren sich Interessierte Bürger, Vereine, Wirtschaftsunternehmen und
Vertreter von Kommunen und Behörden für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK)
„Niederrhein“ unter Projektträgerschaft des NFN-NaturFreizeitverbund Niederrhein. Jetzt haben
die Arbeitskreise ihre zweite Runde abgeschlossen. Es wurden eine Vielzahl unterschiedlicher
und für die Region reizvoller Projekte erarbeitet. Bemerkenswert waren besonders die Qualität der
Vorschläge und das Engagement für die Region. Es wurde deutlich, dass viele Bürgerinnen und
Bürger das regionale Denken schon verinnerlicht und die kommunalen Grenzen schon
überwunden haben – das stimmt hoffnungsvoll für die weitere Entwicklung der Region in diesem
ländlichen Raum.
In den ersten Arbeitsgruppensitzungen Ende März / Anfang April wurden erste Projektideen
gesammelt. Das mit der Durchführung des ILEK von der NFN beauftragte Büro Oekoplan aus
Rees-Haldern organisierte und betreute im Anschluss zusätzliche Treffen in Kleingruppen, in
denen die Projektideen weiter ausgearbeitet wurden. In der zweiten Runde der Arbeitskreistreffen
wurden diese Ideen dann vorgestellt und ihre Präsentation auf der öffentlichen
Zwischenpräsentation am
Mittwoch, den 31.05.2006, ab 19:30h, Gaststätte Pollmann, Bahnhofstr. 67, 46459 Hamminkeln-Mehrhoog vorbereitet.
Im Arbeitskreis Landwirtschaft wurde unter anderem eine Projektidee zur freiwilligen Anlage von
Sonnenblumenrainen erarbeitet. Durch Rad-, Wander- und Reitwege begleitende Blumenstreifen
könnten die Wege durch die Agrarlandschaft attraktiver gestaltet werden.
Im Arbeitskreis Naturerlebnis, Naturschutz, Gewässer zielt der Projektvorschlag „Strukturkonzept Gewässernutzungen“ auf eine stärkere Aufteilung der unterschiedlichen Gewässernutzungen auf die unterschiedlichen bereits vorhandenen und künftig entstehenden Gewässer der Region. Dadurch sollen beispielsweise Konflikte zwischen Schwimmern, Anglern und Surfern vermieden werden. Einige Bereiche der zusammenhängenden Gewässer- und Uferkomplexe sollen der Natur vorbehalten bleiben, wobei auch hier das „Naturerlebnis“ ermöglicht werden soll.
Im Arbeitskreis Dörfliche Entwicklung und Kultur wurde unter anderem das Projekt „Dorfladen“ erarbeitet. Ausgehend von einem Dorfladen in der Region sollen, so der im Arbeitskreis erarbeitete Vorschlag, nicht bzw. nicht mehr im Berufleben stehenden Bewohnern die Möglichkeit gegeben werden, über die Mitarbeit beim Verkauf von Second-Hand-Artikeln oder landwirtschaftlichen Produkten wie bspw. Spargel soziale Kontakte zu knüpfen. Dabei ist auch eine Kombination mit „1-Euro-Jobs“ denkbar.
Ein weiteres Projekt im Rahmen der dörflichen Entwicklung und Kultur regt die Erstellung einer regionalen Broschüre über das Vereinsleben in der Region an.
Bestrebungen zu einer einheitlichen Darstellung der ILEK-Region Niederrhein wurden auch im Arbeitskreis Tourismus thematisiert. Ein einheitliches Wegekonzept für Rad-, Wander- und Reitwege wurde hier erarbeitet. Bei einer einheitlichen, gut funktionierenden und gezielten Führung können die touristischen Attraktionen besser genutzt und sensible Bereiche wirksamer geschützt werden.
Die weiteren Projektvorschläge zielen auf den Ausbau und die Vernetzung des touristischen Angebotes, bspw. durch die Schaffung von Pauschalangeboten und eine bessere touristische Vermarktung der Region.
Insgesamt wurden in den Arbeitskreisen 23 Projektideen erarbeitet. Auf der Zwischenpräsentation
am 31. Mai 2006 werden die Projekte in der Form einer Messe präsentiert. Weitere Anregungen
zu den Projekten sollen gesammelt werden. Neben der Information der Öffentlichkeit über den
ILEK-Prozess zur Strukturentwicklung der ländlichen Region und über die Projektinhalte steht der
Austausch zwischen allen Aktiven des ILEK-Pozesses im Vordergrund, da viele Projektideen sich
auf mehrere Arbeitskreise beziehen. Weiterhin dient die Veranstaltung auch dazu, weitere
Personen für die Entwicklung der Region zu begeistern.
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