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Nach intensiver Vorbereitung ist es jetzt soweit: Die „NFN-NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH“ wird gegründet. Am Freitag, 27. Juni 2003 unterzeichnen die Gesellschafter den gemeinsam erarbeiteten Gesellschaftsvertrag.
Ziel der Gesellschaft ist die Entwicklung des Projekts „NaturFreizeitverbund Niederrhein“ (Seenverbund). Das Projekt wird getragen von den Städten Wesel und Rees, dem Kreis Wesel, dem Kommunalverband Ruhrgebiet, Auskiesungsunternehmen sowie Heimatvereinen, Umwelt- und Naturschutzverbänden, Wassersportvereinen, Angelsportlern jeweils aus den Bereichen Wesel/Rees.
Insgesamt 20 Gesellschafter wollen gemeinsam, wie es im Vertrag heißt, „den regionalen Strukturwandel im Sinne einer nachhaltigen, umweltverträglichen Nutzung/Entwicklung der niederrheinischen Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der Auskiesungsflächen fördern".
Die NFN-GmbH ist eine „public-private-partnership“-Gesellschaft: Die kommunale Seite hält zusammen 50 Prozent der Gesellschaftsanteile, 46 Prozent übernehmen die Unternehmen, vier Prozent entfallen auf die Vereine/Verbände. Auch die laufenden Geschäftskosten zur Entwicklung des Projekts werden aufgeteilt. Motto: Anteilig zahlen – dafür aber 100 Prozent Leistung erhalten. Die Stadt Wesel ist mit 20,4 Prozent dabei, die Stadt Rees mit 10 Prozent. Die beteiligten Stadträte haben dem Vorhaben jeweils einstimmig zugestimmt.
Bemerkenswert: Das Miteinander von Kommunen, Kreis, KVR sowie Auskiesungsunternehmen und Vereinen/Verbänden. Es zeigt, daß die Entwicklung dieses für die Region Niederrhein herausragenden Projekts von allen Beteiligten als gemeinsame Aufgabe und Perspektive angesehen wird.
Die neue NFN-GmbH soll nach den Vorstellungen der Gesellschafter besonders folgende Aufgaben übernehmen:
- Untersuchung der Potentiale von Natur, Landschaft, Kulturgütern, Ortsteilen. Ziel: Förderung von Natur und Landschaft bzw. Förderung von Natur- und Landschaftsergebnissen
- Untersuchung der Potentiale von Freizeit-Nutzungen in geeigneten Bereichen im Sinne einer ruhigen Erholung. Ziel: Förderung der regionalen Wirtschaft, Schaffung von Arbeitsplätzen
- Einbindung vorhandener regionaler Entwicklungskonzepte (z.B. der „AG Mensch&Natur“)
- Beauftragung von Gutachtern (z.B. hydrologisches Gutachten als Voraussetzung für einen Seenverbund))
- Projektsteuerung, Koordination und Moderation der Entwicklungsüberlegungen und der Planungsvorgaben
- Kooperation mit Projektpartnern, Akquisition von Investoren / Betreibern.
- Projektmarketing, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerinformation
- Abstimmung mit Kommunen, Behörden, Bezirksregierung, Landesregierung, Verbänden, Unternehmen, Grundstückseigentümern, Euregio
Nach der Gesellschafts-Gründung und der Bestellung der Geschäftsführer geht es am Freitag sofort an die Arbeit: Im Anschluß an die Unterschriften unter den notariellen Vertrag findet bereits die erste Gesellschafterversammlung statt. Thema u.a.: Das Arbeitsprogramm 2003/2004. Schon in den nächsten Wochen sollen die ersten Maßnahmen in die Tat umgesetzt werden.
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