- Ja zu Nachfolgenutzungen an bestehenden bzw. bereits genehmigten Auskiesungsgewässern
- Nein zu einem „Ijsselmeer am Niederrhein“ mit zusätzlichen Auskiesungen
- Offen für ein „Wohnen am Wasser“ in kleinen und kommunal verträglichen Einheiten
- Pläne zum „Hochwasserschutz am Niederrhein“ aktiv begleiten
- Verbindungen von vorhanden bzw. bereits genehmigten Auskiesungsgewässern prüfen
Gesellschafter und interkommunaler Beirat (zu dem u.a. Vertreter der Ratsfraktionen und die Bürgermeister der beteiligten Kommunen gehören) des NaturFreizeitverbunds Niederrhein (NFN) haben jetzt in einer gemeinsamen Gremiensitzung im Rathaus Hamminkeln Position und Kurs des NFN in Zusammenhang mit aktuellen regionalen und landesweiten Diskussionen („Niederrheinisches Ijsselmeer“, „Wohnen am Wasser“, „Hochwasserschutz am Niederrhein“ festgelegt.
Demnach finden Nutzungskonzepte in Verbindung mit zusätzlichen, noch nicht genehmigten Auskiesungen („Niederrheinisches Ijsselmeer“) nicht die Zustimmung des NaturFreizeitverbunds Niederrhein.
Statt dessen werden Nutzungs- und Entwicklungskonzepte auf der Grundlage von bereits vorhandenen bzw. bereits genehmigten Auskiesungsgewässern befürwortet.
Unter bestimmten Bedingungen kann dies nach Auffassung des NFN an vorhandenen bzw. bereits genehmigten Auskiesungsgewässern auch ein „Wohnen am Wasser“ sein. Kleinere Einheiten seien interessante Ansätze und sollten offen betrachtet werden. Die kommunalen Planungs- und Dorfentwicklungsziele sind dabei zu berücksichtigen.
In Zusammenhang mit aktuellen Überlegungen zum Hochwasserschutz am Niederrhein fassten die NFN-Gremien den Beschluß, den Hochwasserschutz künftig bei allen konzeptionellen Überlegungen in der NFN-Region stärker zu berücksichtigen und ggf. einzubeziehen.
Geprüft werden soll in Abstimmung mit der zuständigen Bezirksregierung, ob und ggf. welche bereits vorgelegten NFN-Vorschläge zu Nachfolgenutzungen in den Bereichen Freizeit / Natur / Kultur im Rahmen des vom Land NRW am 05.11.2007 gestarteten Förderwettbewerbs „Erlebnis.NRW“ grundsätzlich förderfähig wären.
Die Abstimmung soll auch ein Entwicklungskonzept des Büros Oekoplan zu Nachfolgenutzungen von verbundenen Seen und eine Gesamtkonzeption für die Region umfassen. Auch hier gilt für den NFN die Beschränkung auf vorhandene bzw. bereits genehmigte Auskiesungsgewässer als Grundlage.
Deutlich herausgestellt wurde vom Beiratsvorsitzenden Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler (Stadt Rees) die Funktion des NFN als regionale Entwicklungsgesellschaft, in der konzeptionelle Vorschläge zur Entwicklung der Region interkommunal und zwischen den Interessengruppen beraten und abgestimmt werden sollen. Die Umsetzung von Einzelprojekten setzt in erster Linie eine Abstimmung zwischen den Kommunen als Träger der Planungshoheit sowie dem Land auf der einen und dem Investor / Grundstückseigentümer / Betreiber auf der anderen Seite voraus.
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