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Der NaturFreizeitverbund Niederrhein (NFN) hat seine
inhaltlichen Arbeiten zur Erstellung eines Strukturkonzepts jetzt abgeschlossen. Das
Konzept soll nach den Vorstellungen der 19 NFN-Gesellschafter in der Region
Wesel/Bislich-Rees-Hamminkeln die noch notwendigen planungsrechtlichen
Voraussetzungen zur Umsetzung z.B. von touristischen Projekten ermöglichen. Das
von den Fachbüros ift (Köln) und Oekoplan (Rees) erarbeitete Konzept wurde von
den Gesellschaftern beschlossen und zuvor in den politischen Gremien der Städte
Wesel, Rees, Hamminkeln und des Kreises Wesel beraten. Das NRW-Ministerium
für Wirtschaft, Mittelstand und Energie (MWME) hat die Arbeit des
NaturFreizeitverbunds Niederrhein (NFN) gefördert und zur Hälfte die Finanzierung
des Strukturkonzepts übernommen. Für die Unterstützung hat die
Entwicklungsgesellschaft NFN jetzt der für Raumordnung zuständigen Ministerin
Frau Christa Thoben in einem Schreiben gedankt und zugleich weitere
Unterstützung für die nun folgenden Umsetzungsschritte in der jeweiligen
kommunalen Verantwortung erbeten.
Der Naturfreizeitverbund Niederrhein (NFN) verfolgt das in erster Linie das Ziel,
den regionalen Strukturwandel im Sinne einer nachhaltigen, umweltverträglichen
Nutzung / Entwicklung der niederrheinischen Kulturlandschaft unter
Berücksichtigung der Auskiesungsflächen zu fördern. Die Vorlage eines
Strukturkonzepts war die Kernaufgabe der Entwicklungsgesellschaft.
Zur Umsetzung dieses Ziels beauftragte der NFN als ersten Schritt eine
„gutachterliche Untersuchung des Landschaftsraums Wesel-Rees“ unter Einschluss
der konzeptionellen Vorstellungen aller Beteiligten. Der Abschlußbericht wurde Ende 2006 vorgelegt. Zur weiteren Umsetzung der in der Untersuchung erarbeiteten
Nutzungen und Empfehlungen war in dem weitgehend von Schutzgebieten
(Naturschutz, Vogelschutz, FFH) geprägten Planungsgebiet eine Abstimmung der
Bezirksregierung, der Landesplanung und den Kreisen erforderlich bzw. mit
weiteren Beteiligten (Grundstückseigentümern, Vereinen/Verbänden) geboten.
Daher wurde als zweiter Schritt vom NFN das Strukturkonzept in Auftrag gegeben
und Abstimmungsgespräche mit den Vereinsgesellschaftern, den
Wirtschaftsgesellschaftern, den Kommunen / dem Kreis Wesel, dem
Regionalverband Ruhr / der Bezirksregierung sowie dem MUNLV, dem LANUV
und dem MWME sowie lokalen Akteuren geführt.
Notwendig war dieses Verfahren, weil besonders der Landschaftsraum Wesel/
Bislich-Rees durch Auskiesungsgewässer geprägt ist und gleichzeitig eine
herausragende Bedeutung für den Naturschutz hat. Das hat zur Folge, dass derzeit
planungsrechtlich Freizeitnutzungen wie z.B. Baden, Wassersport, Hotel/
Gastronomie im Untersuchungsgebiet vielfach noch nicht zulässig sind. Die
besonderen Rahmenbedingungen erforderten zur angestrebten gesamträumlichen
und nachhaltigen Entwicklung der Region ein Strukturkonzept. Ziel: Ein Handlungsrahmen
für die Fortführung der Regional- und Flächennutzungsplanung
Mit dem Strukturkonzept und seiner regionalen Entwicklungskonzeption sollen die
Standortkommunen in die Lage versetzt werden, konkret
stadtentwicklungsplanerisch steuern und Umsetzungen genehmigungsrechtlich
herbeiführen zu können. In diesem Zusammenhang hat zum Beispiel der Weseler
Rat bereits am 05.05.2009 den Beschluss zur Einleitung des Verfahrens der
Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst.
Inhaltlich hat das NFN-Strukturkonzept in der nunmehr vorgelegten Fassung des
Endberichts ein planerisches Leitbild für das nordwestliche Stadtgebiet Wesel sowie
Rees und Hamminkeln entwickelt. Es berücksichtigt dabei einerseits die erfolgte
und vorgesehene Rohstoffgewinnung, den damit einhergehenden strukturellen
Wandel in der Landwirtschaft, den generellen Strukturwandel in der Landwirtschaft
und andererseits die sich aus den Veränderungen ergebenden und sich anbietenden
Freizeitnutzungen, die mittel- bis langfristig einen Beitrag zur Wertschöpfung in
diesem Raum als Ersatz für die Landwirtschaft leisten sollen.
Die Untersuchung des Sektors Freizeit wurde durch das Büro Freizeit und
Tourismusberatung GmbH (ift), Köln, vorgenommen. In dieser Untersuchung
wurden nicht nur die Potentiale betrachtet, sondern es wurde vielmehr auch die
Tragfähigkeit der Projekte beleuchtet und die jeweilige touristische Nutzung einiger
besonderer Projektideen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung unterzogen.
Die weitere Umsetzung und/oder ihre weitere planerische Behandlung bedürfen jetzt
noch einer weiteren Beschlussfassung kommunaler Gremien, sofern es sich um
kommunale Projekte handelt. Für die privaten Projekte wäre aus Sicht des NFN
anzustreben, dass sie, soweit schon umsetzbar, von den Kommunen unterstützt und
planerisch mitgetragen werden.
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